Areal Clemensheim: Soziale Zusagen dürfen nicht zur Verhandlungsmasse werden

Die KI fordert die Beibehaltung der KiTa, des Bürgertreffs und der Mietpreisbindung beim Neubau auf dem Areal des ehemaligen Clemensheims. Worum geht es? 2020 verzichtete die Stadt auf ihr Vorkaufsrecht für das Gelände, weil ein Investor ein gemeinwohlorientiertes Konzept zugesagt hatte: Pflegeeinrichtung, Hospizangebote, mietpreisgebundene Wohnungen, Kita und Bürgerraum. Genau diese Zusagen waren die politische Grundlage dafür, das Grundstück nicht als Stadt zu erwerben.

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Christopher Street Day: Sichtbarkeit gemeinsam erkämpft!

Wir fordern: Die Beflaggung zum CSD darf künftig nicht mehr von kurzfristigen Einzelentscheidungen im Rathhaus abhängen. Oberbürgermeister und Stadtrat müssen dafür eine transparente und verbindliche Regelung schaffen.

Mit rund 1.500 Teilnehmenden fand am Samstag der Christopher Street Day in Aschaffenburg statt. Selten zuvor hat eine bunte Flagge unsere Stadtgesellschaft so intensiv beschäftigt. Das zeigt vor allem eines: Sichtbarkeit ist nicht nebensächlich.

Nach deutlicher öffentlicher Kritik hat Oberbürgermeister Markus Schlemmer seine ursprüngliche Entscheidung, zum CSD keine Regenbogenflaggen an städtischen Standorten zu hissen, teilweise korrigiert. Am Scharfeck und am Landingtunnel wehten schließlich Regenbogenflaggen, nicht aber am Rathaus. Dieser Kompromiss war ein Schritt in die richtige Richtung. Er zeigt, dass öffentlicher Widerspruch, politische Initiative und gesellschaftliches Engagement etwas bewirken können.

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Rolle rückwärts! Verschwindet die Regenbogen-Fahne? 

In einem Offenen Brief an Herrn Oberbürgermeister Schlemmer appelliert die Kommunale Initiative Aschaffenburg (KI), seinen Entschluss zu revidieren, das Hissen der Regenbogen-Fahne an öffentlichen Gebäuden zu verbieten.

Als eine seiner ersten Amtshandlungen will der neugewählte Aschaffenburger Oberbürgermeister (CSU) das Hissen der Regenbogen-Fahne an öffentlichen Gebäuden verbieten. Schon am 6. Juni, dem „Christopher-Street-Day“, dem Fest der Vielfalt und der Toleranz, soll das Verbot gelten. Zuvor hatte im Herbst 2025 die Stadtratsfraktion der AfD das Verbot der Fahnen-Hissung beantragt. Dagegen setzen sich zahlreiche Bürger und Organisationen unserer Stadt entschieden zur Wehr. Sie wollen, dass unsere Stadtgesellschaft eine des Miteinanders bleibt. Das Verschwinden der Regenbogen-Flagge wäre aus Sicht der KI ein falsches und ungutes Signal – gerade in einer Zeit, in der unsere demokratischen Werte von in großen Teilen rechtsextremen Parteien wie der AfD bedroht werden.

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Jahreshauptversammlung der Kommunalen Initiative: Kontinuität, Erneuerung und klare Haltung

v. l. n. r..: Sylvia Simić, Ruth Gehrig, Marion Schädlich, Jürgen Zahn

Am vergangenen Freitag fand die turnusmäßige Jahreshauptversammlung der Kommunalen Initiative statt. Neben den Berichten des Vorstands, des Kassenwarts und aus dem Stadtrat sowie der Entlastung des bisherigen Vorstands stand vor allem die Neuwahl der Führungsgremien im Mittelpunkt. Dabei wurde Sylvia Simić und Marion Schädlich als gleichberechtigte Vorständinnen gewählt. Zu Beiräten wurden Ruth Gehrig und Jürgen Zahn bestimmt. Die Kassenführung übernimmt künftig Yvonne Haab. Mit dieser Wahl stellt sich die KI für die kommenden zwei Jahre personell neu auf und verbindet Kontinuität mit neuen Impulsen.

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GROSSE DRÜSENAMEISE IN LEIDER: STADT MUSS ENDLICH HANDELN

Was in anderen Städten bereits zu beschädigten Gehwegen, zerstörten Betonflächen und Problemen an technischen Anlagen führt, ist auch in Aschaffenburg längst kein abstraktes Thema mehr. Im Stadtteil Leider breitet sich die Große Drüsenameise aus, deren Bekämpfung wegen der möglichen Bildung riesiger Superkolonien besonders schwierig ist. Seit dem Frühjahr 2025 ist die Problematik den zuständigen Stellen der Stadt bekannt. Passiert ist bislang wenig.

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NICHT BEHANDELT, NICHT VERGESSEN: OFFENE STADTRATSANTRÄGE MÜSSEN ENDLICH AUF DEN TISCH

Im Ratsinformationssystem (RIS) der Stadt Aschaffenburg werden zahlreiche Stadtratsanträge aus der Amtsperiode von Herrn Herzing als „offen“ beziehungsweise „nicht behandelt“ geführt. Das betrifft mehr als 200 Stadtratsanträge, darunter auch etliche der KI. Das ist kein kleines Verwaltungsversäumnis, sondern ein grundsätzliches demokratisches Problem.

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Regenüberlaufbecken: Denkmalschutz darf nicht unter die Räder kommen

Am Mainufer wird weiter am Regenüberlaufbecken gearbeitet und nun auch unter Beteiligung der Bayerischen Denkmalschutzbehörde. Das an dieser Stelle historische Mauerreste und anderes zu finden sind, ist nicht verwunderlich. Deshalb ruht die Baustelle so lange hier Grabungen durchgeführt werden. Für die KI ist klar: Gerade an dieser sensiblen Stelle, in unmittelbarer Nähe zu Schloss, Mainufer und historischer Altstadt, braucht es volle Transparenz. Deshalb haben wir dazu einen Sachstandsbericht im Stadtrat beantragt.

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Fragwürdige Ordnungspolitik in Aschaffenburg

Ein heißer Tag, der Theaterplatz flirrt in brütender Hitze. Eine angemeldete Versammlung weicht deshalb in den Schatten auf die gegenüberliegende Straßenseite aus: friedlich, ohne Zwischenfälle und von der Polizei geduldet. Doch das Ordnungsamt ahndet den Ortswechsel mit einem Bußgeld. Die Szene wirkt symptomatisch für den Eindruck, den Aschaffenburg derzeit hinterlässt: streng, wenn Regeln formal verletzt werden, aber auffallend passiv, wenn es um illegales Parken und andere gravierende Verstöße im Alltag geht. Ähnlich gelagert ist der Fall eines Bürgers, der sein kleines E-Auto vor dem Haus lädt und das Kabel mit einer Kabelbrücke vorbildlich absichert. Statt einer pragmatischen Lösung folgt der Vorwurf unerlaubter Sondernutzung. Auch eine 86-Jährige, die mit Hilfe einer kleinen Rampe und ihres Rollators die Bordsteinkante vor dem eigenen Haus bewältigen kann, sieht sich mit der behördlichen Aufforderung zum Rückbau konfrontiert. Die Botschaft scheint klar: Improvisation im Alltag ist unerwünscht – selbst dann, wenn sie Mobilität und Teilhabe verbessert.

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KLINIKUM ASCHAFFENBURG: GROSSES PARKHAUS, WENIG ZUKUNFT

Das riesige neue Parkhaus am Klinikum Aschaffenburg (Kosten: ca. 6 Mio. Euro) steht sinnbildlich für eine überholte Prioritätensetzung: viel Raum für Autos, aber zu wenig Anspruch an Klimaschutz und moderne Mobilität. Mit dem fünfstöckigen Neubau entstehen 560 zusätzliche Stellplätze; insgesamt stehen am Klinikum damit vorerst mehr als 1750 Parkplätze zur Verfügung. Das mag den Parkdruck für Patienten, Angehörige und Beschäftigte lindern, beantwortet aber nicht die eigentliche Zukunftsfrage: Wie baut eine öffentliche Einrichtung heute verantwortlich und zukunftsorientiert?

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SPARKASSE: MEHR GEWINN, WENIGER SERVICE, HÖHERE GEBÜHREN

Die Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg feiert sich für ein „sehr erfreuliches Ergebnis“ und einen Gewinn von 24,1 Millionen Euro im Jahr 2025. Der Vorstand spricht von einer Erfolgsspur, von Wachstum und Stabilität. Doch ein genauer Blick zeigt eine andere Realität, zumindest für viele Kundinnen und Kunden. Während die Gewinne steigen, sinkt gleichzeitig die Präsenz vor Ort. Filialen werden geschlossen, Beratungsangebote konzentriert, persönliche Ansprechpartner verschwinden. Was als „Modernisierung“ verkauft wird, bedeutet für viele Menschen längere Wege und weniger Service. Gleichzeitig steigen die Gebühren für Kontoführung und Bankdienstleistungen. Ein Trend, der viele Haushalte zusätzlich belastet.

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