KLINIKUM ASCHAFFENBURG: GROSSES PARKHAUS, WENIG ZUKUNFT

Das riesige neue Parkhaus am Klinikum Aschaffenburg (Kosten: ca. 6 Mio. Euro) steht sinnbildlich für eine überholte Prioritätensetzung: viel Raum für Autos, aber zu wenig Anspruch an Klimaschutz und moderne Mobilität. Mit dem fünfstöckigen Neubau entstehen 560 zusätzliche Stellplätze; insgesamt stehen am Klinikum damit vorerst mehr als 1750 Parkplätze zur Verfügung. Das mag den Parkdruck für Patienten, Angehörige und Beschäftigte lindern, beantwortet aber nicht die eigentliche Zukunftsfrage: Wie baut eine öffentliche Einrichtung heute verantwortlich und zukunftsorientiert?

Weiterlesen

SPARKASSE: MEHR GEWINN, WENIGER SERVICE, HÖHERE GEBÜHREN

Die Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg feiert sich für ein „sehr erfreuliches Ergebnis“ und einen Gewinn von 24,1 Millionen Euro im Jahr 2025. Der Vorstand spricht von einer Erfolgsspur, von Wachstum und Stabilität. Doch ein genauer Blick zeigt eine andere Realität, zumindest für viele Kundinnen und Kunden. Während die Gewinne steigen, sinkt gleichzeitig die Präsenz vor Ort. Filialen werden geschlossen, Beratungsangebote konzentriert, persönliche Ansprechpartner verschwinden. Was als „Modernisierung“ verkauft wird, bedeutet für viele Menschen längere Wege und weniger Service. Gleichzeitig steigen die Gebühren für Kontoführung und Bankdienstleistungen. Ein Trend, der viele Haushalte zusätzlich belastet.

Weiterlesen

Laden im Quartier statt Probleme auf dem Gehweg

Wer in Aschaffenburg ein E-Auto fahren will, aber weder Garage noch privaten Stellplatz besitzt, stößt schnell an Grenzen. Genau daran zeigt sich, ob die Verkehrswende nur auf dem Papier stattfindet oder im wirklichen Leben der Menschen ankommt. Für viele Mieter: innen in dicht bebauten Vierteln ist das Laden eines Elektroautos bis heute kompliziert, teuer und mit unnötigem Aufwand verbunden. Wer keinen eigenen Anschluss hat, muss sich nach öffentlichen Ladepunkten richten, nach Zeitlimits, nach blockierten Säulen oder nach Standorten, die eben gerade nicht dort liegen, wo man wohnt. Das ist kein Randproblem, sondern eine soziale Schieflage. Klar ist: Ein privates Kabel über den Gehweg kann keine dauerhafte Lösung sein. Barrierefreiheit und Sicherheit gehen vor. Niemand soll wegen eines Ladekabels stolpern oder behindert werden. Aber ebenso klar ist: Mit dem Hinweis auf die Rechtslage allein ist das Problem nicht gelöst. Eine Stadt, die Klimaschutz ernst nimmt, muss auch dafür sorgen, dass Elektromobilität nicht zum Privileg von Eigenheimbesitzern wird.

Weiterlesen

Donnerschlag für die SPD: Aschaffenburger wählen den Wechsel nach 56 Jahren

Das ist ein schwarzer Tag für die SPD – und ein politischer Donnerschlag, der weit über Aschaffenburg hinaus zu hören ist. Nach 56 Jahren ununterbrochener SPD-Führung des Bürgermeisteramtes endet eine Ära in der Stadt. Von Willi Reiland (1970-2000) über Klaus Herzog (2000-2020) bis Jürgen Herzing stellte die SPD durchgehend den Oberbürgermeister. Ab 1. Mai 2026 übernimmt Markus Schlemmer von der CSU. Das ist kein Betriebsunfall, das ist ein klarer Ausdruck vom Wechselwillen der Wählerschaft und erst einmal als ein knallhartes Nein zu einem „Weiter so“ zu werten.

Weiterlesen

Aschaffenburgs Innenstadt bröckelt

Hinweis der Redaktion:
In einer früheren Version des Artikels „Aschaffenburgs Innenstadt bröckelt“ war ein Foto des Geschäfts „Der Goldmann“ abgebildet. Dieses Bild haben wir inzwischen entfernt, da dadurch der unzutreffende Eindruck entstehen konnte, das Geschäft sei geschlossen. Tatsächlich ist „Der Goldmann“ weiterhin geöffnet.

Wer mit offenen Augen durch Aschaffenburgs Zentrum geht, sieht es überall: geschlossene Läden, verhüllte Schaufenster, Aushänge mit „Zu vermieten“ oder „Coming Soon“, die oft monatelang nichts folgen lassen. Traditionsgeschäfte verschwinden, die Attraktivität der Innerstadt leidet. Die Innenstadt wirkt zunehmend leb und verwahrlost, während die Pachten vielerorts weiter hoch sind und Besitzer und Investoren auf Rendite statt Gemeinwohl setzen. Sie lassen ihre Läden lieber leer stehen, was auch noch steuerliche Vorteile hat. Insgesamt 29 Leerstände sind festzustellen und weitere Geschäfte schließen. Leerstand ist kein Naturgesetz. Er ist das Ergebnis politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen oder deren Ausbleiben. Während Onlinehandel, steigende Kosten und Kaufzurückhaltung den Einzelhandel unter Druck setzen, reagiert die Stadtplanung verhalten. Es fehlt an Konzepten für kreative Zwischennutzung, an Unterstützung für soziale und kulturelle Projekte, an Mut zur aktiven Gestaltung.

Weiterlesen

KI wieder im Stadtrat: Unabhängige Stimme mit klarer Haltung

Die Kommunale Initiative (KI) wird auch in der kommenden Stadtratsperiode wieder vertreten sein. Mit einem Sitz setzt die KI ihre Arbeit fort und bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Für die KI bedeutet das Wahlergebnis vor allem einen klaren Auftrag: eine unabhängige Stimme im Stadtrat zu sein. Offen für Zusammenarbeit mit demokratischen Parteien, aber auch bereit, unbequeme Fragen zu stellen, wenn es um wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Stadt geht. Die KI versteht sich bewusst nicht als Teil eingespielter politischer Routinen. Das Motto bleibt deshalb unverändert: UNBEQUEM AUS VERANTWORTUNG.

Weiterlesen

Unregelmäßigkeiten bei den Kongress- und Touristikbetrieben Aschaffenburg – KI fordert vollständige Aufklärung

Bei den Kongress- und Touristikbetrieben der Stadt Aschaffenburg stehen mögliche Unregelmäßigkeiten im Umgang mit öffentlichen Geldern im Raum. Nach entsprechenden Hinweisen fordert die Kommunale Initiative in einem Stadtratsantrag eine umfassende und transparente Aufklärung der Vorgänge. Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen der Verantwortlichkeiten. Die Öffentlichkeit muss umgehend und umfassend aufgeklärt werden. Der von der Stadtverwaltung über den Vorrang gebreitete Schleier der Geheimhaltung ist weder begründet noch berechtigt. Es geht um öffentliche Mittel, also um das Geld der Bürger!

Weiterlesen

Unser Krankenhaus braucht Empathie und keinen toxischen Führungsstil

Seit Monaten berichten Insider aus dem Klinikum Aschaffenburg-Alzenau von einem zunehmend autoritären Führungsstil und einer Atmosphäre, die viele Beschäftigte als belastend empfinden. Ob diese Wahrnehmungen im Einzelnen zutreffen, lässt sich von außen nicht abschließend beurteilen. Doch schon die Häufung solcher Stimmen sollte die kommunalen Verantwortungsträger aufhorchen lassen. Ein kommunales Krankenhaus ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern eine hochkomplexe Expertenorganisation, in der Motivation, Vertrauen und interdisziplinäre Zusammenarbeit über Versorgungsqualität entscheiden.

Weiterlesen

Godelsberg als Mahnung: Stadtentwicklung braucht Natur, Beteiligung und Verantwortung

Die Kommunale Initiative fordert eine Stadtentwicklung, die Klima- und Naturschutz, soziale Verantwortung und die berechtigten Interessen der Anwohner*innen zusammen denkt. Vorsorge statt Nachbesserung, Erhalt statt Zerstörung und echte Bürgerbeteiligung statt Entscheidungen über die Köpfe der Menschen hinweg. Was ist der Hintergrund? Der Godelsberg steht beispielhaft für ein zentrales Problem der Aschaffenburger Stadtentwicklung: Entscheidungen mit weitreichenden Folgen werden häufig getroffen, ohne dass sich ausreichend Verantwortliche ein eigenes Bild vor Ort machen. Umso wichtiger ist es, wenn engagierte Anwohner*innen ihre Perspektive einbringen und deutlich machen, welche Auswirkungen überdimensionierte Neubauten und der Verlust gewachsener Grünstrukturen konkret haben. Stadtrat Zahn war vor kurzem am Godelsberg bei einem Quartiersrundgang dabei und es war wichtig die enorm wuchtigen Baukörper von völlig überdimensionierten Neubauten persönlich gesehen zu haben.

Weiterlesen

Rote Zahlen, offene Fragen: Wie geht es weiter mit unserem Klinikum?

Das Klinikum Aschaffenburg steht – wie viele Krankenhäuser in Deutschland – vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Hinter den steigenden und enormen Defiziten – in den letzten Jahren haben sich ca. 140 Millionen Euro nur für Aschaffenburg summiert – verbergen sich nicht nur lokale Probleme, sondern grundlegende Fragen der Krankenhausfinanzierung: unzureichende öffentliche Investitionen, ökonomischer Druck durch Marktorientierung, teure Fehlentscheidungen der Geschäftsführung, sowie wachsende Belastungen für Personal und Patient:innen. Gleichzeitig geht es um die Zukunft einer wohnortnahen, gemeinwohlorientierten Gesundheitsversorgung in unserer Region.

Weiterlesen