Hitze ist kein Witz – Satirische Aktion mit ernstem Hintergrund

Die Kommunale Initiative fordert endlich konsequente Maßnahmen gegen die zunehmende Hitze in Aschaffenburg. Mehr Schatten, mehr Bäume, Sprühnebel, Entsiegelung und ein wirksamer Hitzeschutz dürfen nicht länger auf die lange Bank geschoben werden. Hitze ist längst kein Komfortproblem mehr – sie kostet Menschenleben.

Die satirische Performance „Klimakatastrophe abwenden, bevor unsere Zukunft baden geht!“ organisiert vom „Amt Für Chaos“ am Brunnen in der Herstallstraße war deshalb weit mehr als ein Sommer-Gag. Auslöser war Markus Söders viel diskutierter Rat angesichts der Hitzewelle: „Einfach mal schwimmen gehen.“ Diesen Spruch nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wörtlich – und verwandelten den Brunnen kurzerhand in ein symbolisches Freibad. Vorstand Sylvia Simić und Stadtrat Jürgen Zahn waren dabei.

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Klimaziel gestrichen: Bayern verspielt mal wieder Vertrauen!

Wir fordern: Bayern darf sein Klimaziel nicht aufweichen, sondern muss Klimaschutz und Klimaanpassung endlich verbindlich, konsequent und ausreichend finanziert umsetzen. Gerade die Kommunen brauchen klare Vorgaben, verlässliche Förderung und politischen Rückenwind und keine Ausreden aus München. Was ist der Hintergrund? Statt bis 2040 klimaneutral zu werden, will sich die Staatsregierung künftig nur noch am Bundesziel 2045 orientieren. Verkauft wird das als „Ehrlichkeit“ und „Pragmatismus“. Tatsächlich ist es vor allem das Eingeständnis, dass Bayern seine eigenen Versprechen wieder einmal nicht einhält.

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Unser Klinikum: Berlin ist nur die halbe Wahrheit für das ausufernde Defizit!

Das kürzlich erschienene Main-Echo-Interview mit Klinikum-Geschäftsführer Sebastian Lehotzki lenkt den Blick stark nach Berlin. Ja: Die strukturelle Unterfinanzierung der Krankenhäuser ist real und gefährdet die Versorgung. Aber sie erklärt nicht alles. Gerade in Aschaffenburg darf die Debatte nicht bei der Bundes- oder Landespolitik enden.
Denn die Defizite des Klinikums Aschaffenburg-Alzenau sind kein neues Phänomen. Sie steigen seit Jahren und belasten Stadt und Landkreis massiv (seit 2016 ca. 170 Millionen Euro). Die KI mahnt: Wer jetzt nur auf Berlin zeigt, blendet die hausgemachten Probleme aus. Und sie fragt dazu: Warum gelingt es vergleichbaren Kliniken offenbar besser, wirtschaftlich zu arbeiten? Warum sind die Ausgaben für Fremdpersonal so hoch? Warum mussten zusätzliche Anreize wie Privat-Fahrzeugleasing zur Mitarbeitergewinnung eingesetzt werden? Warum werden Gutachten und belastbare Ursachenanalysen nicht vollständig und schriftlich gegenüber Stadt- und Kreisräten offengelegt?

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Nicht diskutieren, sondern machen: Aschaffenburg braucht jetzt Hitzeschutz statt weiterer Workshops

In Aschaffenburg fehlt es nicht an Wissen, sondern an Konsequenz. Seit Jahren ist bekannt, dass die Stadt heißer wird, dass versiegelte Flächen die Belastung verschärfen und dass vor allem ältere Menschen, Kinder, Säuglinge und Menschen, die im Freien arbeiten, besonders gefährdet sind. Hotspots sind benannt, kühle Orte kartiert, Trinkwasserbrunnen aufgestellt, Förderprogramme aufgelegt und Bürgerworkshops organisiert. Doch reicht das aus? Unsere klare Antwort lautet: nein.

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KLINIKUM ASCHAFFENBURG: GROSSES PARKHAUS, WENIG ZUKUNFT

Das riesige neue Parkhaus am Klinikum Aschaffenburg (Kosten: ca. 6 Mio. Euro) steht sinnbildlich für eine überholte Prioritätensetzung: viel Raum für Autos, aber zu wenig Anspruch an Klimaschutz und moderne Mobilität. Mit dem fünfstöckigen Neubau entstehen 560 zusätzliche Stellplätze; insgesamt stehen am Klinikum damit vorerst mehr als 1750 Parkplätze zur Verfügung. Das mag den Parkdruck für Patienten, Angehörige und Beschäftigte lindern, beantwortet aber nicht die eigentliche Zukunftsfrage: Wie baut eine öffentliche Einrichtung heute verantwortlich und zukunftsorientiert?

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SPARKASSE: MEHR GEWINN, WENIGER SERVICE, HÖHERE GEBÜHREN

Die Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg feiert sich für ein „sehr erfreuliches Ergebnis“ und einen Gewinn von 24,1 Millionen Euro im Jahr 2025. Der Vorstand spricht von einer Erfolgsspur, von Wachstum und Stabilität. Doch ein genauer Blick zeigt eine andere Realität, zumindest für viele Kundinnen und Kunden. Während die Gewinne steigen, sinkt gleichzeitig die Präsenz vor Ort. Filialen werden geschlossen, Beratungsangebote konzentriert, persönliche Ansprechpartner verschwinden. Was als „Modernisierung“ verkauft wird, bedeutet für viele Menschen längere Wege und weniger Service. Gleichzeitig steigen die Gebühren für Kontoführung und Bankdienstleistungen. Ein Trend, der viele Haushalte zusätzlich belastet.

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Laden im Quartier statt Probleme auf dem Gehweg

Wer in Aschaffenburg ein E-Auto fahren will, aber weder Garage noch privaten Stellplatz besitzt, stößt schnell an Grenzen. Genau daran zeigt sich, ob die Verkehrswende nur auf dem Papier stattfindet oder im wirklichen Leben der Menschen ankommt. Für viele Mieter: innen in dicht bebauten Vierteln ist das Laden eines Elektroautos bis heute kompliziert, teuer und mit unnötigem Aufwand verbunden. Wer keinen eigenen Anschluss hat, muss sich nach öffentlichen Ladepunkten richten, nach Zeitlimits, nach blockierten Säulen oder nach Standorten, die eben gerade nicht dort liegen, wo man wohnt. Das ist kein Randproblem, sondern eine soziale Schieflage. Klar ist: Ein privates Kabel über den Gehweg kann keine dauerhafte Lösung sein. Barrierefreiheit und Sicherheit gehen vor. Niemand soll wegen eines Ladekabels stolpern oder behindert werden. Aber ebenso klar ist: Mit dem Hinweis auf die Rechtslage allein ist das Problem nicht gelöst. Eine Stadt, die Klimaschutz ernst nimmt, muss auch dafür sorgen, dass Elektromobilität nicht zum Privileg von Eigenheimbesitzern wird.

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Unser Krankenhaus braucht Empathie und keinen toxischen Führungsstil

Seit Monaten berichten Insider aus dem Klinikum Aschaffenburg-Alzenau von einem zunehmend autoritären Führungsstil und einer Atmosphäre, die viele Beschäftigte als belastend empfinden. Ob diese Wahrnehmungen im Einzelnen zutreffen, lässt sich von außen nicht abschließend beurteilen. Doch schon die Häufung solcher Stimmen sollte die kommunalen Verantwortungsträger aufhorchen lassen. Ein kommunales Krankenhaus ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern eine hochkomplexe Expertenorganisation, in der Motivation, Vertrauen und interdisziplinäre Zusammenarbeit über Versorgungsqualität entscheiden.

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Rote Zahlen, offene Fragen: Wie geht es weiter mit unserem Klinikum?

Das Klinikum Aschaffenburg steht – wie viele Krankenhäuser in Deutschland – vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Hinter den steigenden und enormen Defiziten – in den letzten Jahren haben sich ca. 140 Millionen Euro nur für Aschaffenburg summiert – verbergen sich nicht nur lokale Probleme, sondern grundlegende Fragen der Krankenhausfinanzierung: unzureichende öffentliche Investitionen, ökonomischer Druck durch Marktorientierung, teure Fehlentscheidungen der Geschäftsführung, sowie wachsende Belastungen für Personal und Patient:innen. Gleichzeitig geht es um die Zukunft einer wohnortnahen, gemeinwohlorientierten Gesundheitsversorgung in unserer Region.

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SPARKASSE IN NOT – Wohin mit den Millionen?

Die KI fordert, Teile der Gewinne der Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg an ihre Träger auszuschütten, wie es das Sparkassengesetz vorsieht. Der gesetzliche Auftrag der Sparkasse verpflichtet sie, im Interesse der Region zu handeln. Im Gegensatz zu zahlreichen bayerischen Sparkassen wie München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg, Ingolstadt-Eichstätt, Fürstenfeldbruck oder Allgäu verzichtet die Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg seit Jahren konsequent auf eine angemessene Gewinnabführung. Anstatt ihrem gesetzlichen Auftrag zu folgen, verschiebt sie Gewinne in Millionenhöhe z. B. in einen dubiosen „Fonds für allgemeine Bankrisiken“. Klar ist: Die Sparkasse muss Rücklagen bilden. Doch diese sind bereits überdurchschnittlich gut ausgestattet. So hat sie 2024 (eine aktuellere Bilanz steht zur Analyse nicht zur Verfügung) trotz Verschiebung von 38 Millionen Euro in den „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ noch einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 23 Millionen Euro erzielt. Insgesamt erzielte sie also 2024 einen Überschuss von 61 Millionen Euro!

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