Die KI fordert von Aufsichtsrat und Trägern des Klinikums Aschaffenburg-Alzenau endlich klare wirtschaftliche Ziele, nachvollziehbare Verantwortlichkeiten und Konsequenzen, wenn diese Ziele dauerhaft verfehlt werden.
Am großen Uniklinikum Frankfurt hat der Aufsichtsrat gehandelt: Der Kaufmännische Direktor wurde im März 2026 mit sofortiger Wirkung abberufen. Begründet wurde die Trennung mit einer wirtschaftlichen und strukturellen Neuaufstellung. Zuletzt soll das Defizit des Klinikums bei rund 21 Millionen Euro gelegen haben. Und in Aschaffenburg? Unser deutlich kleineres Klinikum schreibt seit Jahren Verluste in ganz anderer Größenordnung. 2024 waren es rund 39 Millionen Euro, 2025 nochmals rund 35 Millionen Euro. Trotzdem entsteht bei uns der Eindruck: Weiter wie bisher. Immer neue Sanierungsprogramme, Gutachten und Ankündigungen, aber die Defizite bleiben gewaltig. Seit 2016 in der Summe 174 Millionen Euro. Natürlich sind die schwierigen Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung nicht allein der Geschäftsführung, Herrn Lehotzki, anzulasten. Doch genau damit kann man nicht jedes Jahr Verluste in zweistelliger Millionenhöhe erklären und anschließend zur Tagesordnung übergehen. Wer ein Unternehmen mit rund 2.500 Beschäftigten und einem dreistelligen Millionenetat führt, trägt Verantwortung. Und auch ein Aufsichtsrat heißt nicht zufällig Aufsichtsrat. Sein Auftrag ist: KONTROLLE AUSÜBEN. Frankfurt zeigt: Aufsicht bedeutet auch, Konsequenzen zu ziehen. In Aschaffenburg muss zumindest endlich offen beantwortet werden: Welche Ziele wurden der Geschäftsführung gesetzt? Welche wurden erreicht? Welche verfehlt? Und was folgt daraus? Wer verantwortet das teure Dienstwagenprogramm? Verantwortung ohne Konsequenzen ist keine Verantwortung.
Und nicht zu vergessen: Im Kommunalwahlkampf haben alle demokratischen Parteien im Stadtrat Transparenz beim Klinikum versprochen. An diesen Versprechen müssen sie sich jetzt messen lassen und sie endlich einlösen. Was meinen Sie? Schreiben Sie uns: info@kommunale-initiative.de


