Archiv 30. Dezember 2025

MILLIONENGRAB KLINIKUM, TRICKS UND TÄUSCHUNGEN

Stadt und Kreis Aschaffenburg werden von der Leitung ihres Klinikums derzeit gehörig an der Nase herumgeführt! Das monströse Defizit des Krankenhauses werde sich um sechs Millionen Euro verringern, wenn eine von ihm gegründete unabhängige Tochtergesellschaft eingerichtet werde.  Das versprach Geschäftsführer Lehotzki im vorigen Jahr in einem Interview mit dem Fachmagazin „kma-online“. Doch kaum hatten Oberbürgermeister und Landrat angesichts dieser frohen Kunde erleichtert aufgeatmet, erschreckte sie eine neue, ganz anders lautende Feststellung ihres Klinikleiters. Vor wenigen Tagen erklärte dieser plötzlich, wie hoch die Mehrausgaben und eventuelle Mehreinnahmen der Tochtergesellschaft ausfallen könnten, das wisse man noch gar nicht. Es müssten noch Verträge geprüft und Laufzeiten evaluiert werden. Frühestens vielleicht Mitte 2026 werde man das erfahren.

160 der insgesamt 2500 Mitarbeiter haben sich zum Wechsel vom kommunalen Klinikum in die neue Tochtergesellschaft entschlossen, wobei die kostenlose Bereitstellung eines Elektroautos als Dienstwagen eine wichtige Rolle als Lockvogel gespielt haben dürfte. Damit sei diese Konstruktion ein „Erfolg“, stellte Geschäftsführer Lehotzki fest.  Woher er das weiß, obwohl er selbst sagt, dass ihm die Zahlen dazu erst Mitte 2026 vorliegen, bleibt sein Geheimnis. Wenig geheimnisvoll, dafür aber zunehmend verwirrend und widersprüchlich: So bewerten inzwischen viele Fachleute das Geschehen in unserem kommunalen Klinikum, das gerade eben ein neues Rekorddefizit angekündigt hat. Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch: So kann es nicht weiter gehen. Das Klinikum muss in kommunaler Hand bleiben! Es darf nicht durch unseriöse Experimente zugrunde gerichtet werden, an deren Ende dann die Privatisierung droht. Die KI fordert deshalb die volle Aufklärung, die Offenlegung aller Zahlen und eine politische Neubewertung der Klinikleitung.  Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns unter der E-Mail info@kommunale-initiative.de

Ihr Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

Transparenz schafft Vertrauen – Spenden offenlegen

Die Kommunaler Initiative (KI) und die ÖDP fordern ein klares Signal für mehr Transparenz in der Kommunalpolitik. Wir fordern die Offenlegung aller Spenden und Zuwendungen, die in den letzten beiden Jahren an politische Funktionsträger in Aschaffenburg geflossen sind. Egal ob an Parteien, Fraktionen, Stadtratsmitglieder oder Mitglieder der Stadtspitze. Transparenz ist keine Kür, sondern Voraussetzung für demokratisches Vertrauen. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht zu erfahren, wer Geld gibt. Ab einer Schwelle von 1.000 € sollen Name, Betrag, Datum, Empfänger und Verwendungszweck offengelegt werden.

Weiterlesen

Wenig Platz für neue Bäume – dann schützt wenigstens vorhandenen!

Der Bericht im Main-Echo über die stockende Umsetzung des „1000-Bäume-Programms“ zeigt einmal mehr, wie schwer sich die Stadt Aschaffenburg mit dem Ausbau ihres Stadtgrüns tut. Von 68 geprüften Standorten im innerstädtischen Bereich bleiben am Ende gerade einmal sechs übrig, an denen kurzfristig neue Bäume gepflanzt werden können. Der Grund: zu viele Leitungen im Untergrund, zu wenig Platz, zu hohe Kosten. Angesichts dieser ernüchternden Bilanz stellt sich für die KI eine drängende Frage: Wenn es schon kaum noch möglich ist, neue Bäume zu pflanzen – warum schützt die Stadt dann nicht konsequent die bestehenden? Immer wieder werden Bäume illegal gefällt und mit einem lächerlichen Ordnungsgeld belegt. Jüngstes Beispiel: Das Ordnungsgeld von 3000€ für die Fällung einer über 100 Jahren alten Eiche im Kühruhgraben.

Weiterlesen