Wir fordern: Bayern darf sein Klimaziel nicht aufweichen, sondern muss Klimaschutz und Klimaanpassung endlich verbindlich, konsequent und ausreichend finanziert umsetzen. Gerade die Kommunen brauchen klare Vorgaben, verlässliche Förderung und politischen Rückenwind und keine Ausreden aus München. Was ist der Hintergrund? Statt bis 2040 klimaneutral zu werden, will sich die Staatsregierung künftig nur noch am Bundesziel 2045 orientieren. Verkauft wird das als „Ehrlichkeit“ und „Pragmatismus“. Tatsächlich ist es vor allem das Eingeständnis, dass Bayern seine eigenen Versprechen wieder einmal nicht einhält.
Das ist ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Nach Hitzeperioden mit neuen Temperaturrekorden, Starkregen, Sturzfluten und Überschwemmungen – auch in Aschaffenburg – kann niemand ernsthaft behaupten, Klimaschutz sei eine abstrakte Zukunftsfrage. Wer nach der Flutkatastrophe im Ahrtal Klimaschutz zur epochalen Verantwortung erklärt hat, kann 2026 nicht so tun, als sei die Verschiebung eines Klimaziels nur eine kleine Korrektur.
Gerade für Aschaffenburg ist diese Entscheidung mehr als eine Münchner Debatte. Hitze, Trockenheit, Starkregen sowie Belastungen für Wälder, Gesundheit und Infrastruktur sind längst auch am Untermain massiv spürbar. Wenn der Freistaat seine Ziele abschwächt, sendet er das fatale Signal: Klimaschutz und Anpassung können warten. Das Gegenteil ist richtig. Aschaffenburg muss lokal handeln: mit mehr Stadtgrün, Entsiegelung, besserem Nahverkehr, Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden, konsequentem Hitzeschutz und wirksamen Maßnahmen gegen Sturzfluten. Wer Klimaziele streicht, löst keine Probleme. Er schiebt sie nur auf und macht sie am Ende teurer. Was meinen Sie dazu? Schreiben Sie uns: info@kommunale-initiative.de
Ihr Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

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