Schämen für Aschaffenburg!

Schämen für Aschaffenburg!

Rund 400 Millionen Euro umfasst der Etat der Stadt Aschaffenburg. Aber die Markierung eines kleinen Teilstücks der Geh- und Radwege auf der Willigis-Brücke in den Farben des Regenbogens auf Vorschlag des Jugendparlaments als Zeichen der Solidarität der Stadt mit ihren Bürgern unabhängig von deren Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Präferenz wäre um ein Haar an dafür erforderlichen 4000 Euro gescheitert! „Kein Geld!“ hieß es dazu kaltschnäuzig aus dem seit Mai CSU-geführten Rathaus! Offensichtlich hätte man die Maßnahme auf diesem Weg nur allzu gerne scheitern lassen. Wäre die SPD nicht eingesprungen (BRAVO SPD!) und hätte das Geld nicht aus eigener Tasche bereitgestellt, wäre diese Strategie am Ende tatsächlich aufgegangen. Dieses Verhalten muss jedem anständigen Menschen die Schamröte ins Gesicht treiben!

Leider ist dieser Vorgang kein Einzelfall. Als eine der ersten Maßnahmen als neu gewählter Oberbürgermeister untersagte Markus Schlemmer das Hissen der Regenbogen-Fahne am Rathaus anlässlich des CSD-Tages am 06. Juni, wie es in Aschaffenburg seit Jahren selbstverständlich war. So entsteht der Eindruck, dass sich die Zeiten mit dem Amtsantritt Schlemmers zum unguten ändern. Das gibt Kräften der Stadtgesellschaft Auftrieb, die gerne den gesellschaftlichen Rückwärtsgang einlegen würden. Dass inzwischen eine privat gehisste Regenbogenfahne angezündet wurde, zeigt, wie notwendig ein klares, unmissverständliches Eintreten gegen Hass und Ausgrenzung ist.

In dieser Atmosphäre sind eine klare Haltung und entschiedenes Eintreten für Toleranz und Mitmenschlichkeit besonders wichtig. Es ist zu befürchten, dass die Distanzierung des Oberbürgermeisters von der widerwärtigen Tat der Flaggen-Verbrennung im Lichte, der von ihm unter Beweis gestellten Indifferenz in anderen Fällen nicht ausreicht, fatalen gesellschaftlichen Tendenzen Einhalt zu gebieten. Wir stehen dafür ein, dass Aschaffenburg bunt bleibt – sichtbar, glaubwürdig und ohne Ausreden. Was meinen Sie dazu? Schreiben Sie uns:  info@kommunale-initiative.de

Ihr Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

ki-ab

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