Nicht diskutieren, sondern machen: Aschaffenburg braucht jetzt Hitzeschutz statt weiterer Workshops

Nicht diskutieren, sondern machen: Aschaffenburg braucht jetzt Hitzeschutz statt weiterer Workshops

In Aschaffenburg fehlt es nicht an Wissen, sondern an Konsequenz. Seit Jahren ist bekannt, dass die Stadt heißer wird, dass versiegelte Flächen die Belastung verschärfen und dass vor allem ältere Menschen, Kinder, Säuglinge und Menschen, die im Freien arbeiten, besonders gefährdet sind. Hotspots sind benannt, kühle Orte kartiert, Trinkwasserbrunnen aufgestellt, Förderprogramme aufgelegt und Bürgerworkshops organisiert. Doch reicht das aus? Unsere klare Antwort lautet: nein.

Aschaffenburg war 2025 die heißeste Stadt in Bayern. Es fehlt nicht an Erkenntnis. Es fehlt der Mut, diese Erkenntnis wirklich ernst zu nehmen und die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen. Die KI fordert seit Jahren konsequentes Handeln. Ein Rückblick: Schon 2021 wurde die Klimaanpassungsstrategie beschlossen. Schon 2022 wurde zu Recht von der KI ein Fortschrittsbericht eingefordert, damit konkrete Maßnahmen nicht in Beschlüssen und wohlklingenden Formulierungen versanden. Genau dort liegt der Kern des Problems: Hitzeschutz darf kein PR-Thema sein. Er muss sich im Stadtbild zeigen: auf Straßen und Plätzen mit Sprühnebeln, mit mehr Bäumen, mehr Schatten, mehr Entsiegelung z.B. auf Schulhöfen und in verbindlichen Standards für den Stadtumbau.

Ein Hitzeportal ist sinnvoll. Eine Karte kühler Orte auch. Aber Information oder Workshops allein schützt niemanden vor überhitzten Wohnungen, glühenden Straßen und Tropennächten. Wer Hitzeschutz ernst meint, muss endlich sichtbar umbauen, nicht nur informieren. Die Bürgerinnen und Bürger brauchen keine weiteren Appelle, sondern konkrete Ergebnisse. Wo wurde entsiegelt? Wo wurde nachgerüstet? Wo wurde es tatsächlich kühler? Solange diese Fragen nicht regelmäßig, transparent und nachvollziehbar beantwortet werden, bleibt der Hitzeschutz in Aschaffenburg vor allem eins: gut gemeint und zu wenig gemacht. Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns unter der info@kommunale-initiative.de

Ihr Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

ki-ab

    Schreibe einen Kommentar