Seit Jahren kommt kurz vor Silvester die gleiche Diskussion auf: Böllerverbot – Ja oder Nein. Die Argumente gegen die private Böllerei sind längst bekannt und sie sind erdrückend: extreme Feinstaubbelastung, überfüllte Notaufnahmen, mitunter Schwerverletzte und sogar Tote, Angriffe auf Einsatzkräfte, Brände in Wohnungen, Häusern und auch Kirchen, Berge von Müll, Panik und Traumata bei Haus- und Wildtieren. Die Kommunale Initiative (KI) fordert deshalb ein generelles Böllerverbot.
Der Gesetzgeber hätte längst handeln können und müssen. Doch auch Kommunen haben bereits heute Spielräume, um die private Böllerei zumindest lokal einzuschränken. Sie müssen es nur wollen. Immer mehr Städte setzen auf zentrale, umweltfreundliche Laser- oder Drohnenshows, ohne Lärm, ohne Rauch, aber mit beeindruckender Wirkung und hoher Symbolkraft. Das zeigt: Es braucht nur politischen Mut und Willen, dann geht es auch anders im Sinne von Gesundheit, Gemein- und Tierwohl.
Übrigens: Zu den Jahreswechseln nach den Pandemie-Jahren verpufften in Deutschland jeweils rund 200 Millionen Euro im Silvester-Nachthimmel[1]. Während sich die Feuerwerksbranche über das Profit-Comeback die Hände reibt, könnte dieses Geld für soziale, kulturelle oder ökologische Projekte sicher nutzbringender gespendet werden.
Wir unterstützen deshalb bundesweite Petition für ein Böllerverbot wie z. B. https://innn.it/boellerverbot . Petitionen für ein Böllerverbot wurden mittlerweile von mehr als vier Millionen Menschen unterzeichnet. Machen auch Sie mit und unterschreiben Sie. Was denken Sie darüber? Schreiben Sie uns unter der E-Mail info@kommunale-initiative.de
Ihr Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

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