Verkehrslenkung: Endlich kommt die Diskussion in Gang!

Verkehrslenkung: Endlich kommt die Diskussion in Gang!

Für eine lebensgerechte Stadt!

Seit Jahren propagiert die Kommunale Initiative ein Konzept zur Verkehrslenkung, das Hand und Fuß hat. Um den immer mehr zunehmenden PKW-Verkehr und den Durchgangsverkehr zu reduzieren, die Luftverschmutzung zu bekämpfen, müssen einschneidende Veränderungen her. Tausende von Pendler strömen jeden Tag in die Stadt und parken in den Wohngebieten. Das Mainufer vor dem Schloss wird von ihnen zu einem kostenlosen Massenparkplatz missbraucht. In der Nachbarschaft sind für Millionen von Euro Parkhäuser und Tiefgaragen gebaut, die nicht ausgenutzt werden.

Die Fußgänger und Radfahrer zwischen Oberstadt und Fußgängerzone Herstallstraße und am Herstallturm hetzen über die Durchgangsstraßen. Der permanente Verkehr zerschneidet die Kernstadt und ist ein Ärgernis ohne Ende. Deshalb setzt sich die KI für eine autofreie Innenstadt ein, die nur noch für Anlieger- und Andiener-Kfz offen ist. Zufahrten zu den 11 Parkhäusern, zu Wochenmarkt und Einkaufszentren werden gewährleistet. Wir wollen einen zusammenhängenden Fußgängerbereich mit einer verkehrsberuhigten Innenstadt-Zone vom Dalberg bis zum Hauptbahnhof. Um diesen Durchgangsverkehr aus der Innenstadt zu verbannen, wurden 100 Millionen für den Ring investiert. Das war damals die Begründung.

Käme man unserer Forderung „Nulltarif im ÖPNV im Verkehrsverbund mit den Nachbargemeinden und den Landkreisen“ nach, würde sich die Kfz-Durchfahrt für Pendler als immer unattraktiver erweisen.

Das Zurückdrängen des motorisierten Individualverkehrs mit Umstieg auf Bus und Bahn geht nur mit Anreiz und Lenkung: Durch ziehen und drücken – „push&pull“, wie Stadtplaner sagen. Die Details überlassen wir den Fachplanern. Dass dieses Ziel zunächst nicht nur Freunde macht, ist der KI klar. Die Losung der Kfz-Lobby: „Freie Fahrt für freie Bürger!“ – möglichst mitten durch die Stadt – gehört damit der Vergangenheit an. In der freien ÖPNV-Fahrt mit Bachgaubahn und Schienenanbindung von Schulzentrum und Gewerbegebiet Nilkheim liegt die lebenswerte Zukunft für die Bürger. Denn: Klimaschutz braucht Mut und Einsatz. Die Diskussion ist im Gang!