Stadt und Kreis Aschaffenburg werden von der Leitung ihres Klinikums derzeit gehörig an der Nase herumgeführt! Das monströse Defizit des Krankenhauses werde sich um sechs Millionen Euro verringern, wenn eine von ihm gegründete unabhängige Tochtergesellschaft eingerichtet werde. Das versprach Geschäftsführer Lehotzki im vorigen Jahr in einem Interview mit dem Fachmagazin „kma-online“. Doch kaum hatten Oberbürgermeister und Landrat angesichts dieser frohen Kunde erleichtert aufgeatmet, erschreckte sie eine neue, ganz anders lautende Feststellung ihres Klinikleiters. Vor wenigen Tagen erklärte dieser plötzlich, wie hoch die Mehrausgaben und eventuelle Mehreinnahmen der Tochtergesellschaft ausfallen könnten, das wisse man noch gar nicht. Es müssten noch Verträge geprüft und Laufzeiten evaluiert werden. Frühestens vielleicht Mitte 2026 werde man das erfahren.
160 der insgesamt 2500 Mitarbeiter haben sich zum Wechsel vom kommunalen Klinikum in die neue Tochtergesellschaft entschlossen, wobei die kostenlose Bereitstellung eines Elektroautos als Dienstwagen eine wichtige Rolle als Lockvogel gespielt haben dürfte. Damit sei diese Konstruktion ein „Erfolg“, stellte Geschäftsführer Lehotzki fest. Woher er das weiß, obwohl er selbst sagt, dass ihm die Zahlen dazu erst Mitte 2026 vorliegen, bleibt sein Geheimnis. Wenig geheimnisvoll, dafür aber zunehmend verwirrend und widersprüchlich: So bewerten inzwischen viele Fachleute das Geschehen in unserem kommunalen Klinikum, das gerade eben ein neues Rekorddefizit angekündigt hat. Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch: So kann es nicht weiter gehen. Das Klinikum muss in kommunaler Hand bleiben! Es darf nicht durch unseriöse Experimente zugrunde gerichtet werden, an deren Ende dann die Privatisierung droht. Die KI fordert deshalb die volle Aufklärung, die Offenlegung aller Zahlen und eine politische Neubewertung der Klinikleitung. Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns unter der E-Mail info@kommunale-initiative.de
Ihr Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

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