Regenüberlaufbecken: Denkmalschutz darf nicht unter die Räder kommen

Regenüberlaufbecken: Denkmalschutz darf nicht unter die Räder kommen

Am Mainufer wird weiter am Regenüberlaufbecken gearbeitet und nun auch unter Beteiligung der Bayerischen Denkmalschutzbehörde. Das an dieser Stelle historische Mauerreste und anderes zu finden sind, ist nicht verwunderlich. Deshalb ruht die Baustelle so lange hier Grabungen durchgeführt werden. Für die KI ist klar: Gerade an dieser sensiblen Stelle, in unmittelbarer Nähe zu Schloss, Mainufer und historischer Altstadt, braucht es volle Transparenz. Deshalb haben wir dazu einen Sachstandsbericht im Stadtrat beantragt.

Wir wollen wissen, welche konkreten Arbeiten oder Untersuchungen derzeit durch die Denkmalschutzbehörde stattfinden, ob die Sanierung tatsächlich bis Ende 2025 abgeschlossen wurde und welche Auswirkungen die Grabungen auf den weiteren Zeit- und Kostenplan haben. Zur Erinnerung: Das berühmte Baggerloch soll gut 30 Millionen Euro kosten und bis Oktober 2026 endlich fertiggestellt sein.

Zu bedenken ist auch die politische Lage in Aschaffenburg. Ein machtpolitisches Vakuum, der alte Oberbürgermeister ist weg, der neue noch nicht im Amt, ist erfahrungsgemäß oft eine Sternstunde der Verwaltung. Genau dann wächst die Gefahr, dass wichtige Abwägungen still und leise in Amtsstuben getroffen werden: auf der einen Seite die wichtigen Belange des Denkmalschutzes, auf der anderen das verständliche Interesse an einer zügigen Fertigstellung. Beides ist wichtig. Aber weder darf der Denkmalschutz zum lästigen Hindernis erklärt noch darf die Baustelle endlos weiterwuchern. Was es jetzt braucht, ist Transparenz und einen öffentlichen Bericht: Was wurde gefunden? Was bedeutet das? Was kostet es? Und wie geht es weiter? Darum gehören auch ALLE Informationen auf den Tisch. Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns unter der info@kommunale-initiative.de

Ihr Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

ki-ab

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