SPARKASSE: MEHR GEWINN, WENIGER SERVICE, HÖHERE GEBÜHREN

SPARKASSE: MEHR GEWINN, WENIGER SERVICE, HÖHERE GEBÜHREN

Die Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg feiert sich für ein „sehr erfreuliches Ergebnis“ und einen Gewinn von 24,1 Millionen Euro im Jahr 2025. Der Vorstand spricht von einer Erfolgsspur, von Wachstum und Stabilität. Doch ein genauer Blick zeigt eine andere Realität, zumindest für viele Kundinnen und Kunden. Während die Gewinne steigen, sinkt gleichzeitig die Präsenz vor Ort. Filialen werden geschlossen, Beratungsangebote konzentriert, persönliche Ansprechpartner verschwinden. Was als „Modernisierung“ verkauft wird, bedeutet für viele Menschen längere Wege und weniger Service. Gleichzeitig steigen die Gebühren für Kontoführung und Bankdienstleistungen. Ein Trend, der viele Haushalte zusätzlich belastet.

Der wirtschaftliche Erfolg der Sparkasse basiert maßgeblich auf dem Zinsgeschäft: niedrige Zinsen für Sparer, höhere Zinsen für Kredite. Hinzu kommen Gebühren, die verlässlich Einnahmen generieren. Der Gewinn fällt also nicht vom Himmel, sondern wird von den Kundinnen und Kunden aus der Region „erwirtschaftet“.

Umso entscheidender ist die Frage: Wem kommt dieser Erfolg zugute? Die Sparkasse ist eine kommunale Bürgerbank. Doch trotz hoher Gewinne erfolgt keine Gewinnausschüttungen an die Träger, obwohl das Sparkassengesetzt dies vorsieht. Andere Sparkassen in Bayern zeigen längst, dass dies möglich ist. Entscheiden muss dies der Verwaltungsrat, in dem Vertreter aus Stadtrat und Kreistag sitzen. Angesichts knapper kommunaler Kassen wäre eine teilweise Gewinnausschüttung mehr als gerechtfertigt. Eine Bürgerbank, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist und sich für ihre Stärke lobt, muss sich daran messen lassen, was bei den Menschen ankommt. Erfolg ist mehr als eine Zahl in der Bilanz – er muss vor Ort spürbar sein. Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns unter der info@kommunale-initiative.de

Ihr Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

ki-ab

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