Godelsberg als Mahnung: Stadtentwicklung braucht Natur, Beteiligung und Verantwortung

Godelsberg als Mahnung: Stadtentwicklung braucht Natur, Beteiligung und Verantwortung

Die Kommunale Initiative fordert eine Stadtentwicklung, die Klima- und Naturschutz, soziale Verantwortung und die berechtigten Interessen der Anwohner*innen zusammen denkt. Vorsorge statt Nachbesserung, Erhalt statt Zerstörung und echte Bürgerbeteiligung statt Entscheidungen über die Köpfe der Menschen hinweg. Was ist der Hintergrund? Der Godelsberg steht beispielhaft für ein zentrales Problem der Aschaffenburger Stadtentwicklung: Entscheidungen mit weitreichenden Folgen werden häufig getroffen, ohne dass sich ausreichend Verantwortliche ein eigenes Bild vor Ort machen. Umso wichtiger ist es, wenn engagierte Anwohner*innen ihre Perspektive einbringen und deutlich machen, welche Auswirkungen überdimensionierte Neubauten und der Verlust gewachsener Grünstrukturen konkret haben. Stadtrat Zahn war vor kurzem am Godelsberg bei einem Quartiersrundgang dabei und es war wichtig die enorm wuchtigen Baukörper von völlig überdimensionierten Neubauten persönlich gesehen zu haben.

Viele Menschen im Quartier erleben seit Jahren, dass Einwände, Unterschriftensammlungen und sachliche Argumente kaum Gehör finden. Das führt zu Frust und Resignation – und leider auch dazu, dass sich einige aus Enttäuschung von demokratischen Parteien abwenden. Diese Entwicklung ist gefährlich und zeigt, wie wichtig transparente Verfahren, echte Beteiligung und ernst gemeinte Mitsprache auf kommunaler Ebene sind.

Dabei geht es nicht nur um den Godelsberg. Die Frage, wie eine Stadt mit den letzten verbliebenen Naturflächen in ihren Stadtteilen umgeht, betrifft ganz Aschaffenburg. In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels sind gewachsene Grünflächen, alte Bäume und Gehölze kein Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Sie kühlen Quartiere, speichern Wasser, schützen vor Hitze und bieten Lebensraum für bedrohte Tierarten. Was heute zerstört wird, lässt sich später nur mit großem finanziellem Aufwand und oft unzureichend ersetzen. Was denken Sie darüber? Schreiben Sie uns unter der E-Mail info@kommunale-initiative.de.

Ihr Kümmerer und Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

ki-ab

    Schreibe einen Kommentar