Kahlschlag am Obernauer Mainbogen – da ist der Zug für die Natur abgefahren!

Kahlschlag am Obernauer Mainbogen – da ist der Zug für die Natur abgefahren!

Ende Dezember hat das Main Echo über massive Rodungen des Bahndamms an der Eisenbahnlinie (Hafenbahn) im Mainbogen in Obernau berichtet. Grund waren angeordnete Maßnahmen zur Verkehrssicherung. Einige Bäume hatten Totholz und der Bayernhafen wurde aufgefordert die Bäume zurückzuschneiden. Wir waren vor Ort und was wir vorfanden, ist ein nichtentschuldbares Vergehen an der Natur! Unfassbar was an diesem – als Biotop ausgewiesenen! – Bahndamm angerichtet wurde. Im Auftrag des Bayernhafens hat eine externe Firma „ganze Arbeit“ geleistet und alles platt gemacht. Von Rückschnitt des Totholzes also keine Spur!

Von dem Biotop, mit Eichen, Buchen, Kiefern, duftenden Robinien, Heckenrosen, Brombeeren, Eidechsen, Wildblumen, Bienen, Schmetterlinge, kleinen Greifvögeln, Fasanen und Eichelhähern ist nichts mehr geblieben. Es uns völlig unverständlich, dass in Zeiten wie der Klimakrise, wo selbst die Stadt zur Flächenentsiegelung aufruft, wo jeder einzelne Stadtbaum von Wichtigkeit ist, eine Komplettrodung von ca. 80 Bäumen plus Hecken und Restbewuchs stillschweigend vor sich gehen kann! Es gibt Regeln und Gesetze, die auch in Aschaffenburg gelten sollten.

In einem Stadtratsantrag fordern wir daher eine Untersuchung, ob eine Missachtung des bay. Naturschutzgesetztes vorliegt. Dies kann mit einer Ordnungsstrafe von bis zu 25000€ belegt werden. Auch ein staatliches Unternehmen wie der Bayernhafen darf sich nicht alles erlauben. Klare Kante ist angesagt.