KI-Bürgerversammlung: lebhafte Diskussion über Wohnungsbau!

KI-Bürgerversammlung: lebhafte Diskussion über Wohnungsbau!

KI-Vorstandsmitglied Michael Quast begrüßte am Donnerstagabend, den 30. Januar im K2 der Stadthalle die drei Referenten des Abends Christof Walter, Vorsitzender des Aschaffenburger Mieterbundes, Titus Schüller, Stadtrat der Linken in Nürnberg und stellvertretender Bezirksvorsitzender Mittelfrankens und Alfons Wissel, Sprecher der Aschaffenburger Genossenschaft „WohnIdee“ . Danach führte Quast pointiert in die Thematik der zweiten KI-Bürgerversammlung ein: Wohnungsbau und Bodenpolitik.
Dass in dem Thema sozialer Sprengstoff steckt, wurde auch durch die geladenen Experten bestätigt.

So fragte Christof Walter, wie junge Familien die Kosten von etwa 600 000 Euro für »ein kleines Haus« im Neubaugebiet Anwandeweg (Nilkheim) aufbringen können. In Schweinheim sei die Lage noch drastischer. Walter machte deutlich, dass mehr Sozialwohnungen nötig wären, die Stadtbau das aber nicht leisten könne. Deshalb forderte KI-Stadtrat Johannes Büttner für größere Bauvorhaben verbindliche Festschreibungen von preisgünstigen Wohnungen, „mindestens 30 Prozent“.

Außer einer neuen Bodenpolitik seien auch mutige Eingriffe in den Bestand nötig. Hier konnte Titus Schüller aus seinem mittelfränkischen Wirkungskreis berichten, wie seine Partei und – man höre und staune – die CSU an einem Strang ziehen, um die Zweckentfremdung von Wohnraum bei Vermietungen beispielsweise durch die Plattform Airbnb einzudämmen. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Stoßrichtung nicht der »kleine« Hausbesitzer sei, sondern vielmehr die Machtbegrenzung von Spekulanten und Großinvestoren.

Alfons Wissel, der dritte geladene Experte, zeigte einen alternativen Weg zu bezahlbaren Wohnungen. Er stellte er das gemeinschaftliche Bauprojekt der Genossenschaft „WohnIdee“ im Anwandeweg in Nilkheim vor – zentrumsnah, ökologisch, energieautark. Für das Mehrgenerationenprojekt seien nun noch mehr jüngere Familien gefragt. Die beiden KI-Stadträte versprachen, sich im Stadtrat für die Bereitstellung von Baugrundstücken in Erbbaurecht dafür einsetzen.

Für den 2. März um 19.00 Uhr lädt die KI zu einer weiteren KI-Bürgerversammlung an den gleichen Ort ein – Thema „Klimaschutz beginnt JETZT in Aschaffenburg“.