Gerechte Löhne in städtischen Bussen!

Gerechte Löhne in städtischen Bussen!

Die KI hat den Antrag gestellt die BusfahrerInnen wieder in den Tarifvertrag TV-N zu überführen, in dem die städtischen Busfahrer in anderen Städten üblicherweise eingestuft sind. Hintergrund: Vielleicht ist es einzelnen BusbenutzerInnen schon aufgefallen: In letzter Zeit sind öfters Buslinien ausgefallen. Es fehlen ganz einfach die nötigen FahrerInnen. Und warum fehlen sie? Es gibt zu wenig ausgebildete Fachkräfte, die noch dazu mit wenig Lohn bei den Stadtwerken anfangen wollen. Schuld daran: Die Stadtwerke leihen sich ihre FahrerInnen von ihrer angehängten „Verleihfirma“ SVG.

Die städtische Verkehrsgesellschaft ist eine Schwesterfirma der Stadtwerke. Dieses Konstrukt wurde vor langen Jahren eingeführt, um die Personalkosten zu senken. Die FahrerInnen dort bekommen nur den niedrigeren LBO-Tarif für private Busbetriebe. Alt-FahrerInnen sind noch im öffentlichen Tarif TV-N eingestuft und haben ca. 25% mehr Lohn, sind inzwischen aber in der Minderzahl. Nun haben wir den Salat. Für 1700,- Euro netto arbeitet heute keiner/keine mehr in diesem verantwortungsvollen Job. Was macht die Stadtwerksleitung? Ausfallende Linien werden durch private Metropolis Taxis ersetzt. Was für ein Hohn! Dieses Problem ist nur zu lösen indem endlich wieder gleiches Recht für öffentliche Beschäftigte gilt. Wer für die Stadt fährt, soll auch wie ein Müllfahrer oder LKW-Fahrer der Stadtwerkebetriebe bezahlt werden. Eine Teilung in „Dumping“-Tarifverträge und öffentliche Tarifregelungen darf es nicht mehr geben. Nicht „teile und herrsche!“ ist angesagt, sondern gleiches Recht für alle im öffentlichen Dienst. Das sollte sich die Geschäftsführung mal hinter die Ohren schreiben.