Die KI fordert das Thema Verkehrsberuhigung in allen Stadtteilen stärker in den Fokus zu rücken. Das wird klar am Beispiel Nilkheim. Die anstehende Erneuerung der Eisenbahnüberführung in Nilkheim rückt die Verkehrsbelastung der Großostheimerstraße erneut in den Blick. Zurzeit ist diese Straße mit ca. 24.000 Fahrzeugen pro Tag sehr stark belastet. Bereits beim vierspurigen Ausbau der B26 am Schönbusch hatte das Staatliche Bauamt prognostiziert, dass sich mit dem Ausbau der B26 am Schönbusch der Durchgangsverkehr in Nilkheim spürbar verringern würde.
Diese Entlastung war ein zentrales Argument für das 22 Millionen Euro teure Großprojekt am Schönbusch, das den überregionalen Verkehr leistungsfähiger bündeln sollte. Mit der nun notwendigen Erneuerung der Bahnüberführung eröffnet sich die Chance, diese Zielsetzung umzusetzen bzw. genau zu prüfen. Es könnten also Maßnahmen zur dauerhaften Verkehrsberuhigung ergriffen werden. Dazu zählen eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie bauliche Eingriffe, die den Verkehrsfluss entschleunigen oder reduzieren, sowie ein Durchfahrtsverbot für LKW. Die verkehrliche Anbindung der Industrie- und Gewerbegebiete ist über bestehende Umfahrungen und Hauptachsen weiterhin gewährleistet. Dadurch besteht die Chance, Wohnquartiere wie Nilkheim gezielt vom Schwerlastverkehr zu entlasten und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sowie die Sicherheit zu verbessern. Die Brückenerneuerung sollte daher nicht nur als technische Notwendigkeit betrachtet werden, sondern als städtebauliche Chance, Verkehr neu zu ordnen und die Lebensqualität für die Menschen nachhaltig zu stärken. Was denken Sie darüber? Schreiben Sie uns unter der E-Mailinfo@kommunale-initiative.de.
Ihr Kümmerer und Stadtrat Jürgen Zahn*) unbequem aus Verantwortung

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