Die KI fordert, Teile der Gewinne der Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg an ihre Träger auszuschütten, wie es das Sparkassengesetz vorsieht. Der gesetzliche Auftrag der Sparkasse verpflichtet sie, im Interesse der Region zu handeln. Im Gegensatz zu zahlreichen bayerischen Sparkassen wie München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg, Ingolstadt-Eichstätt, Fürstenfeldbruck oder Allgäu verzichtet die Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg seit Jahren konsequent auf eine angemessene Gewinnabführung. Anstatt ihrem gesetzlichen Auftrag zu folgen, verschiebt sie Gewinne in Millionenhöhe z. B. in einen dubiosen „Fonds für allgemeine Bankrisiken“. Klar ist: Die Sparkasse muss Rücklagen bilden. Doch diese sind bereits überdurchschnittlich gut ausgestattet. So hat sie 2024 (eine aktuellere Bilanz steht zur Analyse nicht zur Verfügung) trotz Verschiebung von 38 Millionen Euro in den „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ noch einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 23 Millionen Euro erzielt. Insgesamt erzielte sie also 2024 einen Überschuss von 61 Millionen Euro!
Die Sparkasse als Bürgerbank gehört den Bürgern der Stadt Aschaffenburg sowie der Städte und Gemeinden der Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg. Wenn Städte und Landkreise unter wachsenden Defiziten leiden, weil Kliniken, Schulen und Infrastruktur chronisch unterfinanziert sind, dann ist es nicht hinzunehmen und nicht zu rechtfertigen, dass die kommunale Sparkasse Gewinne hortet, anstatt sie ihren Eigentümern für das Gemeinwohl zukommen zu lassen.
Der Verwaltungsrat der Sparkasse setzt sich maßgeblich aus Stadt- und Gemeinderäten Aschaffenburgs sowie der Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg zusammen. Dieser muss dafür sorgen, dass die Sparkasse ihrer gesetzlichen Pflicht, im Interesse der Region zu handeln, nachkommt. Wie ist ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns unter der E-Mail info@kommunale-initiative.de
Ihr Kümmerer Jürgen Zahn*) unbequem aus VerantwortungOT – Wohin mit den Millionen?

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