Schießübungen – keine Rücksicht auf Geflüchtete

Schießübungen – keine Rücksicht auf Geflüchtete

KI beantragt: Vorübergehende Einstellung der Schießaktivitäten im Schützenverein Sankt Sebastianus

Die Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge aus der Ukraine ist überwältigend. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle bei allen Aschaffenburger:innen für ihre Hilfsbereitschaft und die Solidarität mit der Ukraine.

Viele Vereine in Schweinheim stellen ihre Aktivitäten in der Erbighalle ein, um Platz zu schaffen für Menschen auf der Flucht. Darunter befinden sich sicherlich auch viele traumatisierte Kinder. Im Schützenverein Sankt Sebastianus – also in unmittelbare Nähe – wird weiterhin, auch mit Kriegswaffen (Polizei), geschossen. Für die Geflüchteten bzw. Vertriebenen laut und beängstigend hörbar z. B. am letzten Donnerstag, Samstag und Sonntag.

Man kann es kaum glauben! Eigentlich wäre die Rücksichtnahme auf diese von diesem furchtbaren Krieg vertriebenen Menschen, Familien und Kindern eine Selbstverständlichkeit. Wir sind der Meinung, dass die Mitglieder des Schützenvereins und vor allem die dort schießende Polizei aus Hessen und Bayern Rücksicht zeigen sollten, um insbesondere vom Krieg traumatisierte Menschen und Kinder die schutzbedürftig sind, nicht zusätzlich zu belasten.

Der Stadtratsantrag der KI zur vorübergehenden Aussetzung der Schießübungen, solange geflüchtete Menschen in Schweinheim versorgt werden, wurden mit Mehrheit von CSU, SPD, GRÜNE, ÖDP und AFD abgelehnt

Übrigens, das erforderliche neue Schallgutachten zur Einhaltung der Immissionsrichtwerte des Schützenvereins, das laut Bescheid des Umweltamtes am 26. Januar 22 fällig war, liegt immer noch nicht vor. Wir haben dies angemahnt.