Großstadt Aschaffenburg?

Großstadt Aschaffenburg?

Die Diskussion um eine Eingemeindung Glattbachs in die Stadt Aschaffenburg zeigt einmal mehr, dass die gegenwärtige kleinteilige kommunale Ordnung schon lange nicht mehr den Erfordernissen einer modernen, effektiven Verwaltung und Raumplanung entspricht. Sie behindert die Entwicklung leistungsfähiger Strukturen in den Bereichen Gesellschaft, Schule, Kultur, Wirtschaft, und Verkehr und ihre effektive Einbettung in das Rhein-Main Gebiet, mit dem Aschaffenburg stark verbunden ist.

Deshalb zielt die von der Kommunalen Initiative vorgeschlagene Überwindung der kleinteiligen, schrebergartenhaften Aufsplitterung des Stadttraums Aschaffenburg und seiner in vielerlei Hinsicht de facto längst mit der Stadt zusammen gewachsenen Randgemeinden in die richtige Richtung. In zwei Schritten sollte diesen Realitäten entsprochen und eine Neuordnung mutig umgesetzt werden:

  1. Eingliederung von Glattbach, Goldbach, Haibach, Hösbach, Mainaschaff und Niedernberg in die Stadt Aschaffenburg.
  2. In einem weiteren Schritt sollten Großostheim, Kleinostheim und Stockstadt folgen.

Die so entstehende „Großstadt“ Aschaffenburg mit rund 110.000 bzw. rund 150.000 Einwohnern würde die Voraussetzungen für den Aufbau einer modernen, umfassenden und – unter raumplanerischen Gesichtspunkten – dringend gebotenen leistungsfähigen, demokratisch organisierten Verwaltung „aus einem Guss“ bieten. Stadtteil- oder Ortsbeiräte würden dabei die Wahrnehmung spezifischer Stadtteil-Anliegen sicherstellen.

Die mit den Eingemeindungen entstehende starke Verwaltungs- und Finanzkraft einer „Großstadt“ Aschaffenburg würde die Lösung der dringenden Probleme unserer Region überhaupt erst möglich machen und die Verhandlungsposition in München bzw. Frankfurt signifikant verbessern. Beispielweise bei der längst überfälligen S-Bahn Anbindung nach Frankfurt!