Müllgebühren steigen um fast 50 Prozent

Müllgebühren steigen um fast 50 Prozent

Die KI fordert: Kostendeckung ja – aber nicht sozial blind! Die Stadt muss alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Müllgebühren sozial verträglich zu gestalten. Für immer mehr Menschen gilt: Am Ende des Geldes ist noch viel Monat übrig. Mieten, Energie und Lebensmittel werden teurer. Nach den Wassergebühren sollen nun auch die Müllgebühren in Aschaffenburg drastisch steigen. Ab Januar 2027 kostet die kleinste 80-Liter-Tonne statt 115 künftig 171 Euro jährlich – fast 50 Prozent mehr! Bei vierzehntäglicher Leerung steigen die Gebühren von 230 auf 339 Euro. Die Stadtwerke haben die Ursachen transparent dargelegt: höhere Verbrennungskosten, CO₂-Bepreisung, steigende Personalkosten, Deponienachsorge und sinkende Wertstofferlöse. Hinzu kommen rund vier Millionen Euro Unterdeckung aus den Vorjahren. Doch Fragen bleiben: Warum steigen gerade die Gebühren für kleine Tonnen besonders stark? Müssen sämtliche Altdefizite jetzt ausgeglichen werden? Und warum gibt es keine kleineren Restmülltonnen?

Abfallentsorgung ist kommunale Daseinsvorsorge – kein Luxusgut! Ein Sozialausgleich wäre grundsätzlich möglich, müsste aber aus dem ohnehin sehr angespannten Stadthaushalt finanziert werden. Das ist im Moment leider illusorisch.

Deshalb braucht es kreative, rechtssichere Lösungen: kleinere Behälter, bedarfsgerechte Leerungen und eine Gebührenstruktur, die Abfallvermeidung belohnt. Wer Müll vermeidet, muss auch finanziell profitieren können!

Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns unter info@kommunale-initiative.de

Ihr Jürgen Zahn, Stadtrat
*) unbequem aus Verantwortung

ki-ab

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