DIE FUSSGÄNGERZONEN DEN FUSSGÄNGERN! DIE ELEKTRO-FLITZER MÜSSEN DRAUSSEN BLEIBEN!

DIE FUSSGÄNGERZONEN DEN FUSSGÄNGERN! DIE ELEKTRO-FLITZER MÜSSEN DRAUSSEN BLEIBEN!

Schwere Zeiten für die Passanten der Aschaffenburger Fußgängerzonen wie zum Beispiel die „Herrschelgass“: Geht es nach dem Willen der Stadt, werden ihnen demnächst lautlos dahin flitzende Elektro-Roller (E-Scooter) das Leben schwer machen. Treuherzig verspricht die Stadt den Bürgern, diese Regelung ab März kommenden Jahres werde zunächst nur probeweise eingeführt. Gebe es zu viele Unfälle, könne man die Freigabe ja wieder zurücknehmen. Das ist freilich eine „gute“ Nachricht vor allem für ältere Menschen, Eltern mit Kindern und Behinderte – können die sich doch über die ihnen zugedachte wichtige Rolle als „Versuchskaninchen“ freuen!  Gibt es zu viele Opfer, sollen sie die Fußgängerzonen zurückbekommen. Im Klartext: Erst wenn das Kind im Brunnen liegt, macht die Stadt den Deckel zu! Verräterisch auch die Ausschließlichkeit, mit der die geplante Öffnung der Fußgängerzonen mit Argumenten der Verkehrssicherheit begründet wird. Kein Gedanke wird an ein Thema wie Aufenthaltsqualität verschwendet, die das ungehinderte Flanieren, und Einkaufen oder einem gemütlichen Kaffeeplausch in einem Straßen-Kaffee möglich machen soll.

Vielmehr wird der Mensch vor allem als störendes Hindernis für immer schnellere Verkehrsmittel betrachtet.  All die schönen Sonntagsreden von der zu verbessernden Aufenthaltsqualität als wichtiges Mittel gegen die Verödung der Innenstadt – offenbar Schall und Rauch!

Bis zu 20 Stundenkilometer schnell schießen die E-Scooter heute oft genug unter souveräner Missachtung der für „Normalmenschen“ gemachten Verkehrsregeln über die Bürgersteige. Da sollten sie doch eigentlich nicht auf Abkürzungen durch Fußgängerzonen angewiesen sein – sollte man meinen. Den alarmierten Bürgern werden strenge Kontrollen der Flitzer und die Überwachung der Einhaltung der Verkehrsordnung versprochen. Wer die Kontrollen in welcher Weise durchführen soll, da die Stadt kein Personal dafür hat, wird nicht erklärt. Kontrollen wurden den Bürgern schon bei der Öffnung der Fußgängerzonen für Radfahrer versprochen. Gesehen hat man davon herzlich wenig. Wir werden dazueinen entsprechenden Antrag im Stadtrat einbringen. Was meinen Sie dazu? Schreiben Sie uns gerne unter info@kommunale-initiative.de

Jürgen Zahn, Stadtrat der KI
*) unbequem aus Verantwortung

ki-ab

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