Die KI fordert: Eine Teilerdverkabelung der neuen Hochspannungsleitung, die die unmittelbarer Nähe des Schönbusch verlaufen soll, prüfen und alle Möglichkeiten nutzen, den Schönbusch dauerhaft zu schützen. Energiewende ja, aber nicht auf Kosten eines unserer wertvollsten Park- und Landschaftsräume in Aschaffenburg
Was ist der Hintergrund? Die neue Amprion-380KV-Höchstspannungsleitung von Urberach zum Aschaffenburger Hafen ist für den Ausbau der Stromnetze und der Versorgungssicherheit notwendig. Aber notwendig heißt nicht: um jeden Preis und unabhängig von den Folgen für Natur, Denkmalschutz und Landschaft.
Der Schönbusch ist kein gewöhnlicher Park. Er ist historischer Landschaftspark, bedeutendes Kulturdenkmal, Naherholungsgebiet und ein prägender Teil unserer Stadt. Eine 380KV-Freileitung mit mächtigen Strommasten in unmittelbarer Nähe würde dieses Landschaftsbild für Jahrzehnte verändern. Und auch die Auswirkungen durch die starken elektrischen Felder sind zu berücksichtigen. Die Leitung Aschaffenburg–Urberach ist nach der derzeitigen Planungsstand als Freileitung vorgesehen. Erdkabel sind Im Vergleich zu Freileitungen optisch unsichtbar und das elektrische Feld wird nahezu vollständig abgeschirmt, verursachen jedoch höhere Kosten. Andere große Stromtrassen – auch von Amprion – zeigen, dass Erdkabel technisch möglich sind und trotz höherer Kosten eingesetzt werden, wenn besondere Schutzinteressen dies rechtfertigen. Warum sollte das bei einem historischen Landschaftspark grundsätzlich ausgeschlossen sein?
Der Hinweis auf Mehrkosten durch die CSU darf die Diskussion jedenfalls nicht beenden. Bei einer Infrastruktur, die für viele Jahrzehnte gebaut wird, müssen neben Baukosten auch Landschaftsschutz, Denkmalschutz und Lebensqualität berücksichtigt werden. Was meinen Sie? Schreiben Sie uns: info@kommunale-initiative.de
Jürgen Zahn, Stadtrat der KI
*) unbequem aus Verantwortung

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